Bikecorner Baar Neuhhofstr. 21c
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Mo 13.30 - 18.30
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Sa 08.00 - 16.00

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Eine Woche ist es nun her seit meinem üblen Sturz am Wiriehorn. Geschlafen habe ich in der Woche wegen meinen Rückenschmerzen wenig, aber wenigstens tagsüber war von den Prellungen nur noch wenig zu spüren. Das Auge ist etwas besser, doch es heilt nur sehr langsam. Ich wusste also, dass das Rennen in Anzére nur Training ist und ich nicht wie anfangs Saison vorgenommen top10 fahren kann.


Wir kamen am Freitag ca 15.00 Uhr an und stiessen auf ein volles Fahrerlager. Zu dumm, dass wir allen gesagt hatten, wir seien früh da und reservieren Platz. Trotzdem entdeckten wir noch genügend Platz für alle unsere Freunde weiter unten an der Hauptstrasse. Was zum Vorteil hatte, dass es näher am Spa liegt, welches dieses Jahr freundlicherweise die Duschen und das Bad zur Verfügung stellte. Das Unangenehme am Platz bei der Hauptstrasse war, dass die Strasse ziemlich steil war und wir die Busse auch mit Keilen nicht gerade Stellen konnten. Also mussten wir in der Nacht halt immer wieder etwas im Bett hochklettern.

Da wir etwas spät dran waren, luden wir die Bikes aus und gingen schonmal 1 Trainingsrun machen. Für mehr reichte es nicht. Der erste Eindruck war gut. Oben sehr flowig und schnell, nicht allzu ruppig, später eine Art Kiesgrube die ziemlich steil war, aber mit schönen Anlegern danach gleich eine Tretpassage und gegen unten noch ein steiler, technischer Teil mit Wuzeln. Im Zielhang noch ein Drop den man ziemlich stark drücken muss um nicht zu weit zu fliegen.

Nach dem Training stellten wir die Zelte auf und gingen schon bald schlafen um am nächsten Morgen möglichst viel fahren zu können.  Ich machte fünf Trainingsläufe und fühlte mich eigentlich wohl auf dem Track, konnte aber nicht richtig schnell werden, da ich mit nur einem Auge mit dem hohen Tempo nicht umgehen konnte; ausserdem hatte ich Mühe mich richtig festzuhalten.

Nachmittags gings zum Qualilauf den ich eher gemütlich herunterrollte um keinen Fehler zu machen mit meiner schlechten Sicht. Ich qualifizierte mich als 54. und war zufrieden, weil ich viel Spass hatte bei meinem Qualilauf.
Abends gabs noch einen coolen Pastaplausch ganz oben auf dem Berg den das Rennkomite für die Fahrer organisiert hatte. Wir dachten, wir könnten nach dem Essen gleich einen Trackwalk machen, aber als wir aus dem Bergrestaurant kamen war es uns zu windig und zu kalt. Also nahmen wir die Bahn. Bis auf meine Kumpels Sämi und Phil. Die hatten ein Riesenpech, denn kaum kamen wir unten im Fahrerlager an, fing es wild an zu stürmen und es regnete in Strömen und die Beiden waren noch lange nicht unten. Beinahe windete es unsere Pavillons davon, doch wir konnten sie noch rechtzeitig im Boden verankern und an den Autos festbinden.

Am Sonntag Morgen regnete es nicht mehr, trotzdem montierte ich die Regenreifen weil der Boden bestimmt noch durchnässt war. Beim ersten Trainingslauf war ich dann erstaunt. Oben war es griffig wie noch nie und ich huschte den Trail hinunter flink wie eine Katze. Bis es auf einmal im Wald, anfangs der technischen Passage nicht mehr griffig war. Wie auf eingeseiftem Glas rutschte das Bike unter mir weg. Es war kein schlimmer Sturz, trotzdem verspannte sich wieder mein ganzer Rücken. Zum Glück hatte ich ja meine Freundin und Physiotherapeutin dabei welche mich später behandelte.

Ich machte noch ein paar Trainingsfahrten und fühlte mich immer wohler. Auch die schlechte Sicht störte mich immer weniger. Nur das Festhalten auf dem Bike fiel mir immernoch etwas schwer, allerdings merkte ich, dass meine Gabel nicht so gut auf die Schläge reagierte. In der Mittagszeit hatte ich noch kurz Zeit um ein Gabelservice zu machen und tatsächlich fühlte sich die Gabel danach viel sanfter an.

Den Racerun am Nachmittag nahm ich zwar nur als wollte aber trotzdem alles aus mir herausholen. Also dachte ich: viel treten und beim Highspeed halt bremsen. Am Start pedalierte ich wie noch nie, nahm den ersten Sprung und pedalierte wieder, den Korner und das Steinfeld rollen lassen und gleich wieder ein paar Pedalschläge. Da oben war ich noch nie so schnell. Doch nach der nächsten Kuppe kam der schnelle Teil wo ich das Tempo tiefer halten musste. Nun kam der Hipjump den ich so liebe und die Einfahrt in die Kiesgrube. Ein paar Pedalschläge aus der Kurve und dann machte es chrrrt..... und die Kette war verklemmt.
Ich versuchte sie während der Fahrt noch reinzukurbeln, doch dann brach die Kettenführung und die Kette fiel komplett vom Blatt. Sowas, ausgerechnet vor der Tretpassage. Ich rollte die steile Rampe zur Tretpassege ohne bremsen und in der Hocke herunter, es reichte beinahe. Oben musste ich noch kurz Trottinet machen, dann rollte ich ohne Antrieb in die nächsten Kurven. Ich versuchte das Tempo möglichst hoch zu halten und kam sicher ins Ziel.
Es war ein guter Lauf. Nur leider konnte ich mit der Panne keine gute Zeit fahren. Trotzdem hat mir das Rennen riesen Spass gemacht.

Ride on
Dano

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